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ELLBOGENDYSPLASIE

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Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine häufige Entwicklungsstörung bei jungen Hunden, insbesondere bei großen und schnell wachsenden Rassen. Sie betrifft das Ellbogengelenk und führt zu Schmerzen, Lahmheit und langfristig zu Arthrose.

Ziel moderner chirurgischer Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit wiederherzustellen und die Gelenkgesundheit langfristig zu stabilisieren.

 

Was passiert bei einer Ellbogendysplasie?

Bei der ED entwickeln sich Knochen, Knorpel und Gelenksstrukturen nicht korrekt, was zu Fehlstellungen und ungleichmäßiger Belastung führt. Typische Veränderungen sind:

  • Fragmentierter Processus coronoideus (FPC)

  • Osteochondrosis dissecans (OCD)

  • Inkongruenz des Ellbogengelenks

 

Ohne Behandlung kommt es zu:

  • Schmerzen beim Laufen oder Aufstehen

  • Lahmheit, oft wechselnd

  • Frühzeitiger Arthroseentwicklung

  • Muskelabbau im betroffenen Arm

 

Typische Symptome

  • Lahmheit, oft wechselnd zwischen beiden Vorderbeinen

  • Empfindlichkeit bei Druck auf das Ellbogengelenk

  • Einschränkung beim Rennen oder Springen

  • Zunehmende Steifigkeit

  • Ungleichmäßige Muskelentwicklung

 

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung und Lahmheitsanalyse

  • Röntgenaufnahmen zur Beurteilung von Knochenstruktur und Gelenkstellung

  • Arthroskopische Untersuchung bei Verdacht auf Knorpelschäden

  • CT oder 3D-Planung bei komplexen Fehlstellungen

 

Operative Methoden

Die Wahl der OP hängt vom Schweregrad und der Art der ED ab. Häufig kommen Kombinationen aus arthroskopischen Eingriffen, Knochenkorrekturen und Fragmententfernung zum Einsatz.

 

1. Arthroskopische Eingriffe

Minimalinvasive Gelenkspiegelung zur Diagnostik und Behandlung von:

  • OCD-Läsionen

  • Knorpelschäden

  • Gelenkentzündungen

Vorteile:

  • Sehr gewebeschonend

  • Präzise Entfernung von beschädigtem Knorpel

  • Kürzere Heilungsdauer

 

2. Fragmententfernung (z. B. FPC, OCD)

Lose Knochen- oder Knorpelteile werden entfernt, die Schmerzen und Blockaden im Gelenk verursachen.

Vorteile:

  • Sofortige Schmerzlinderung

  • Verbesserte Gelenkfunktion

  • Reduzierung von Entzündungen

 

3. Korrekturosteotomien

Bei Fehlstellungen des Unter- oder Oberarms kann eine gezielte Knochenkorrektur durchgeführt werden, um die Gelenkachsen wieder korrekt auszurichten.

Vorteile:

  • Bessere Lastverteilung im Gelenk

  • Verlangsamung des Arthrosefortschritts

  • Langfristige Stabilisierung

 

Ablauf der Operation

  1. Planung & Diagnostik
    Röntgen, ggf. CT, und arthroskopische Beurteilung.

  2. Vollnarkose & Monitoring
    Sichere Überwachung aller Vitalfunktionen.

  3. Chirurgischer Eingriff
    Arthroskopische Entfernung beschädigter Fragmente oder Korrekturosteotomie.

  4. Aufwachphase
    Engmaschige Überwachung und Schmerzmanagement.

 

Nachsorge & Heilungsverlauf

  • Schmerztherapie und entzündungshemmende Medikamente

  • Kontrollierte Bewegung und schrittweise Belastung

  • Physiotherapie zur Muskelstärkung

  • Regelmäßige Nachkontrollen zur Beurteilung der Gelenksfunktion

 

Die meisten Hunde zeigen nach 8–12 Wochen deutlich verbesserte Beweglichkeit und Schmerzfreiheit.

 

Prognose

Mit modernen chirurgischen Verfahren erreichen die meisten Hunde:

  • Schmerzfreie Beweglichkeit

  • Verbesserte Belastung des betroffenen Beins

  • Verzögerung oder Reduzierung von Arthrose

  • Langfristige Lebensqualität

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