Mit dem Hund in den Süden : woran man denken muss !

Wer mit seinem Hund auf Reisen geht, muss sich nicht nur über die jeweiligen Einreisebestimmungen und entsprechende Impfungen vor Urlaubsantritt kümmern, sondern sollte sich auch über die im Urlaubsland möglicherweise drohenden Gesundheitsrisiken erkundigen . 

Zur Urlaubsvorbereitung gehört auch die Vorsorge gegen durch Parasiten übertragene Krankheiten. Protektorhalsbänder können vor Stichen durch Flöhe, Zecken und andere stechende bzw. saugende Insekten und damit vor einer Ansteckung schützen. Sie müssen in der Regel frühzeitig vor Urlaubsbeginn angelegt werden, um ihre volle Wirksamkeit zu erreichen.

 Es sind nicht die Sandmücken selbst, die für Hund und Mensch gefährlich werden können; sie übertragen vielmehr durch ihren Stich Parasiten, wie Herzwurm und Leishmaniose-Erreger. Ohne entsprechende Therapie können beide Krankheiten - je nach Verlaufsform - Erkrankungen mit Todesfolge herbeiführen.

 Leishmaniose-Erkrankungen beim Hund sind nicht zu unterschätzen, zumal sie auch auf Menschen übertragen werden können. Leishmaniose wird ebenso wie die Herzwurmkrankheit durch Sandmücken übertragen, die hauptsächlich in Ländern des Mittelmeerraums auftreten. Auwaldzecken hingegen können die gefürchtete Babesiose verursachen

Herzwurm

Dieser Erreger ist im südlichen Europa verbreitet,hat aber auch in Norditalien weite Verbreitung gefunden. Zu den Anzeichen der Erkrankung gehören starker Husten, Blut im Speichel, Nachlassen der Laufleistung. Die Erreger verursachen Venenstauungen, Ödemen, Schwellungen, Lebervergrößerungen, Erweiterung der rechten Herzkammer und Bluthochdruck

Leishmaniose 

Leishmania-Arten sind in trockenen Gebieten, in Europa vorwiegend in südlichen Ländern, vor allem im Mittelmeerraum , hier besonders auch in Kroatien ,verbreitet.

Anzeichen für die Hautform der Erkrankung sind Schuppung der Haut, helle Knoten, Geschwüre mit bräunlichen Krusten.Anzeichen für die innere Form sind Durchfall, Fieber, Schwellungen von Lymphknoten, Leber und Milz. 

Babesiose

Die Babesiose kommt in allen südeuropäischen Mittelmeerländern sowie in Bulgarien, Portugal, Rumänien, der Schweiz und besonders Ungarn vor. Auch in Österreich  können sich Hunde durch einen Zeckenstich mit Babesien infizieren

In Österreich ist die Auwaldzecke der Überträger. Schätzungen zufolge tragen etwa 0,5 Prozent dieser Zecken die Babesiose-Erreger in sich. In wärmeren Regionen Südeuropas kann auch die Braune Hundezecke Babesien übertragen.

Etwa 1 bis 3 Wochen nach einem infektiösen Zeckenstich setzt hohes Fieber ein. Durch die Zerstörung und den nachfolgenden Abbau der roten Blutkörperchen färbt sich der Urin oft dunkelbraun. Besonders in der akuten Phase führt die Babesiose häufig zum Tod des Tieres. Sind die ersten starken Fieberschübe überstanden, folgen Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und häufig Gelbsucht. 

Es steht jeweils eine Impfung zur Verfügung. Weiters sollten vorbeugende Maßnahmen gegen den Angriff der Auwaldzecken bzw der Sandmücken durchgeführt werden.

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